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Von einem, der ... (März 09)
Judas, mein Freund (Mai 08)
As Engal im Himme (Okt 07)
Kuschel dich ...
Was Engel lieben
Jesus heute

 

 

                       

 Judas, mein Freund

Judas, mein Freund - Ich bin dir nicht böse
Gräme dich nicht - Von Vorwürfen dich erlöse

Du tats, was tu tatest aus Hoffnung und Liebe
Du hattest Angst, dass alles so bliebe
 
Du tatest es nicht für Silber und Geld
Es war in dem Glauben zu retten die Welt
 
Du hattest viel Hoffnung in mich gesetzt
Doch ich hatte deine Erwartungen verletzt
 
Du dachtest ich würde mit Kampf und mit Macht
Das Böse besiege, doch ich hab Liebe gebracht
 
Was wiegt denn ein Friede der mit Krieg wird erzwungen
Nur mit immerwährender Liebe ist mir mein Werk gelungen
 
Judas, mein Freund, mein Liebster von allen
Ich weiß, dir hat mein Weg nicht gefallen
 
Du wirst mit mir sein in meines Vaters Reich
Mit den Menschen der Liebe, denn wir sind alle gleich
 
Jeder, mein Freund, hat das Recht zu entscheiden
Ob er will lieben oder leiden
 
Ich habe geliebt obwohl ich hab gelitten
Tut es mir nach, darum möchte ich bitten

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As Engal im Himme

As Engal im Himme hot kriagt an Brief,
in dem da Petrus es schnell zu sich rief.
As Engal hots glesn und hot selig glacht,
und sich sofort aufn Weg zu eahm gmacht.

As Engal des denkt sich – s Herzal klopft wild
„Ganz sicha hot da Petrus mein Traum mir erfüllt.
I wünsch mir doch scho seit ewigen Zeiten,
i mechat so gern a Menschnkind begleiten.
A Schutzengal mechat i so gern sei.“
So denkt’s sich’s und tritt in Petrus Stubm ei.

„Soso“ sogt da Petrus „des geht bei dir schnell,
wenn i dich amoi zu mir herbestell.“
„Ja freile, Herr Petrus, du heiliger Mo,
i bin glei her gflogen, so schnell als i ko.“

Da runzelt der Petrus nachdenklich sei Stirn,
und tuat as Engal zum Weltfensta führn.
„Schau her, Engal, do unt' is a Kind,
für des i koan rechtn Schutzengel find.
Du bist mir ja eigntli no ebbas klein,
doch des Kindal do unten fühlt sich so allein.
Sein Schutzengel, der Große, der tuats guat bewachen,
des Kind is a Lausbua, da gibts nix zum Lachen.
Der brauch jemanden, mit dem er spielen kann,
der’n richtig versteht. Und i siehg dir an,
Du bist wie geschaffen für des Erdenkind,
mach di schnell fertig und fliag obe gschwind.“

Des Engal schaugt glücklich zum Weltfensta raus,
und siehgt a ganz a schäbiges Haus.
Windschiaf und lauter Löcher im Dach,
durch de da Wind ziagt bei Tog und bei Nacht.
De Kleider vom Buam san ganz zerrissen,
a de von de Eltern san ganz zerschlissen.
„Oje, denkt as Engal, ganz arme Leit,
zu dene da Petrus mi obeschickt heit.“
Und s macht sich aufn Weg, mit dem großen Engel,
runter zu dem Lausbua, dem kloana Bengel.

Und wias do unten okemma san,
do hot sich erfüllt am Engal sei Tra(u)m
Der Lausbua hot des Engal sofort gspürt,
unds Engal hot den Bua von do an gführt.
Da Bua hot koane Dummheiten mehr gmacht,
und sei kloana und großa Engel kam glacht,

und am Weltfensta denkt da Petrus erfreut,
„Jetzt is wieder fröhlich worn, bei de arma Leit.
Wia a so a kloans Engal so vui Herzen erweicht,
na, des hätt a großer ned so einfach erreicht.“

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Kuschel dich …..

Manchmal, wenn ich mich so komisch fühle,
wenn ich nicht weiß, was ist mit mir los,
wenn ich lauter dumme Gedanken durchspiele,
oft ist meine Not dann ziemlich groß.
Weiß manchmal nicht mehr ein noch aus
Frag mich, wie komm ich aus dieser Krise raus.
Da geb ich dann gern die Zügel aus der Hand
Ich geb sie jemanden, der schon die ganze Zeit bei mir stand.
Er streicht mir übers Haar, und übernimmt die Zügel
Und sagt: „Kuschel dich in meine Flügel.“   

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Was Engel lieben

Engel lieben es zu lachen,
können Spaß und Scherze machen,
lieben Lieder, lieben Singen,
bringen damit die Welt zum Schwingen.

Engel lieben es, sich zu verkleiden,
sind mal prunkvoll, und mal bescheiden,
sehn manchmal wie Bettler aus,
oder wie jemand aus herrschaftlichem Haus.

Engel lieben stille Stunden,
denn da werden sie oft gefunden,
da kann sie der Mensch dann erkennen,
weil kein Stress oer Hast sie trennen.

Engel lieben lachen, tanzen,
lieben unsre Erde im Ganzen,
mitsamt Menschen, Pflanzen, Tier
sind ja für uns alle hier.

Engel lieben’s, spricht man sie an,
tust du’s nicht, sie warten dann,
auf den Tag, an dem du sie ladest ein,
doch Gäste in deinem Leben zu sein.

Tust du’s nicht, stehen sie neben dir,
helfen nur im Notfall dir,
doch sie könnten dein Leben heilen,
würdest du es mit ihnen teilen.
 

Engel lieben dich, wie du bist,
ob Heiliger oder ob Atheist,
das ist ihnen ganz egal,
sie lieben dich einfach - allemal.

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JESUS HEUTE

Würde Jesus heute leben,
wie würd er sich wohl heute fühl'n?
Würde er ein Beispiel geben?
Würde er Computer spielen?

Auf den Straßen, in den Bars
Würde er seine Gleichnisse erzählen.
Es ist heut anders als damals war's,
welchen Weg würd er heute wählen?


Seine Apostel wären heute
Menschen, die auf der Suche sind.
Männer, Frauen, junge, alte Leute,
und sicherlich auch manches Kind.

Würde man ihm heute glauben,
mehr, als anno dazumal?
Würde man's ihm überhaupt erlauben?
Oder kreuzigte man ihn ein zweites Mal?

Würden Kirchen oder Priester
Ihn anerkennen als Gottes Sohn?
Ich glaub, er würde aus der Kirche
verbannt. Das wäre wohl sein Lohn.

Sicher würden heute unsre Priester,
die ja seine Vertreter sind.
Ihn heut gar nicht akzeptieren,
wären ihm nicht wohlgesinnt.

Doch Worte des Friedens und der Liebe,
die kämen auch heut noch sehr gut an.
Wenn es nicht nur Worte blieben -
er würd' uns zeigen, dass man sie auch leben kann.

Er machte damals aus Wasser Wein,
vielleicht bevorzugte er heute Bier,
wir würden eine frohe Runde sein.
Wenn er wieder kommt, ich hoffe, er begegnet mir.

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VON EINEM, DER …

 

Neulich als mich der Kummer gequält

Kamen zwei Engel und haben erzählt …

 

~*~*~*~*~^~*~*~*~*~

 

Sie erzählten …

… von einem, der einst auf die Erde gekommen,

und der Menschen Joch auf sich genommen.

 

…von einem, der als Kind den Gelehrten erzählte,

was ihnen trotz ihres Wissens noch fehlte.

 

… von einem, der im Tempel gepoltert vor Wut,

denn was man dort machte, das fand er nicht gut.

 

… von einem, der nicht warf den ersten Stein,

er sprach von Verständnis und von Verzeih’n.

 

… von einem, der eine besondere Liebe gebracht,

die länger hielt, als manchen Tag, manche Nacht.

 

… von einer Liebe – nicht zwischen Mann und Frau.

Was er damit meinte, verstand man nicht genau.

 

… von einem, der heilte, obwohl Sabbat war.

Man musste ihn töten, das war ja wohl klar.

 

… von einem, der sterben musste, weil man Angst hatte vor ihm.

Mit seinen letzten Worten hat er seinen Mördern verziehn.

 

… von einem, der trotz seines Todes nicht starb.

Und deshalb war dann auch leer sein Grab.

 

… von einem, der noch heut

Mit seiner Liebe uns Menschen befreit.

 

~*~*~*~*~^~*~*~*~*~

 

Als sie so erzählten spürte ich sonderbar,

wie klein plötzlich mein Kummer war.

Als sie geendet war mein Schmerz verschwunden,

ebenso wie meine seelischen Wunden.

Ich verabschiedete mich in dankbarem Weinen

„Habt Dank, ihr beiden – und grüßt mir den Einen!“

© by D.I.Schiller, 03/2009

 

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