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Manchmoi, wenn i aufwach

Morgenmuffel

Abendruh

Liag mi ned o

I bin so gscheit!

  

 

Manchmoi wenn i aufwach
 
Manchmoi wenn i aufwach bleib i no gern liegn
Um den Tag zu begrüßn, sche staad und verschwiegn
Dann lieg i do, lass de Augn no zua
Und erwart den Tag in aller Ruah
 
Manchmoi wenn i aufwach fühl i mi so geborgn
Schliaß meine Augen und öffne de Ohren
I hör zua wia d Vogal zwitschern und singa
Und ned angstvoll frogn, wos werd der Tog wohl bringa
 
Manchmoi wenn i aufwach drah i mi nomoi um
Überdenk as Gestern ohne weshalb und warum
Hör, wia auf der Strassn as Leben erwacht
Und bin dankbar für a sorglose weitere Nacht
 
Manchmoi wenn i aufwach schaug i neba mi
Und bin so dankbar, denn do siehg i di
Und de Morgensunn beleucht unser Zimmer
Und taucht alles in heimeligen Schimmer
 
Manchmoi wenn i aufwach duat mei Kreuz mir weh
Und dann woaß i, jetz ist Zeit, dass i aufsteh
Weil alls hat sei Zeit, as arbeitn und as Ruhn
Und jetzt iss Zeit um etwas zu tun
 
Manchmoi wenn i aufwach geht’s ma einfach nur guat
Bin i voll Lebensfreude und Lebensmuat
Und wünschat, de ganze Welt tät so empfindn
Dann tätn die Klagen und des Jammern verschwinden.
 
Manchmoi wenn i aufwach bin i no gar ned ganz wach
Und häng den Träumen der Nacht no nach
Doch immer wenn i aufwach und Leben in mir spür
Bin i dankbar für den Tag, an neuen Tag mit dir
by D.I.Schiller, 2007
 
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MORGENMUFFEL

Na, i bin koa Morgenmuffel - i mog nua mei Ruah
I mog so friah ned so gern redn - und hear aa ned gern zua
Morgenstund' hod Gold im Mund - drum sei hoit einfach staad
Ned dass du des Gold verlierst – weil, des waar doch schod
Reden is Silber, so sogt ma doch - und Schweigen des is Gold
Dass'd mi nennst an Morgenmuffel - des hob i ned gewollt
I mog hoit ned Probleme wälzen - um sechse in da Friah
A diskutiern mog i no ned - drum gib dir gor koa Müah.
A Morgenmuffel, des is oana, der furchbar grantig is
Doch i, i mog hoit blos mei Ruah – dann wird’s a guada Tog, ganz g'wiß.
by D.I.Schiller, 2008
 
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ABENDRUH
 
Kaum is da Tog rum, werds scho Nacht,
hob heit eigntli ned vui gmacht.
A Bissal gsaugt, bügelt und putzt,
und zwischndurch d’Zeit zum schreiben gnutzt.
Jetz werds scho dunkl, jedn Tog eher
As Johr geht am End zua, da Winta ruckt näher.
Am Abend auf da Couch mit am hoaßn Tee.
Warm eikuscheln, so mach mas uns sche.
Kerznwachs duftet, genauso wia du.
So mach mas uns gmüatli, zur Abendruh.
So gmüatli, dass i eischlaff auf da Couch neben dir.
„So geh doch ins Bett“ – ratest du mir.
Doch i konn ned, bin vui z’miad zum schlaffa.
Den Weg nach oben tat ich jetz gor ned schaffa.
I hob di so gern, konn mi ned von dir lösen.
Lass mi ganz einfach do bei dir dösen.
by D.I.Schiller
 
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Liag mi ned o
 
Jetz liag mi ned scho wieder o
Weil i des nimma ohörn ko
Des host ma scho so oft vasprocha
Und jeds Moi host des Vasprechn brocha
Wo warst du wieda de ganze Nacht?
I hob ma solche Sorgn gmacht
Mit deine Freind host Kartn gspuit?
Do mogs ja zuageh ganz sche wuid
Und wer vo dene hot an Lippnstift dro?
Jetz sog de Wahrheit und liag mi ned o!
 
A Bussal vo da Wirtin is des bloß gwesn?
Schod, dass i koa DNA konn lesn.
Von dera dadst du di ned bussln lassn
De derf grod no dei Kriagl ofassn
De oide, schiache Wettahex
Gesteh, sonst kriag i an Komplex
 
Wennst ma ned sogst, wo du heit warst
Dann konns sei, dass du a ned erfahrst,
wer mi heit Nacht getröstet hat.
Du warst ned do – es war so spat
I war alloa, i ko nix dafüa
Du bist hoit so oft ned bei mia
Aber mehr varrat i dir jetz net
I bin jetzt miad – i geh ins Bett!
   by D.I.Schiller
 
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So gscheit

So gscheit wia I - des gibt’s ned oft
Do hot scho mancha vageblich hofft
Wei I woaß olles ganz genau
des is wos Tolles, des is a Schau
Warum d’ Regierung an Schmarrn nur macht
i kannts eich sogn, des war ja glacht
wer beim Fuaßball verliert oda gwinnt
warums heit Regn gibt und morgen Wind

I schaug di o und woaß Bescheid
woaß olles üba di - i bin so gscheit
I kannts eich scho sogn, des war ja zum Lacha
aber ihr sollts eich ja selba Gedanken macha
Des Gscheit-sei kimmt ned vo heit auf morgn
des ko ma ned kaffa oda borgn
Entweder ma hots oda ma hots ned
i vastehs, wenn’s vo eich koana vasteht.

Nur oans, des vasteh i einfach ned
warum bin i trotzdem manchmoi so bled?
by D.I.Schiller, 2008
 
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