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Manchmoi, wenn i aufwach (Dez. 07)
Kleiner brauner Teddybär (Okt. 07)
Wie soll die Welt dich lieben (Okt. 07)

Zum Abschied 
Man sieht sich
Vorbei
Auf meiner Wolke
Nachhauseweg
Friedenstraum
Die Stufen zum Morgen

 

 

 


 

Manchmoi wenn i aufwach  

Manchmoi wenn i aufwach bleib i no gern liegn
Um den Tag zu begrüßn, staad und verschwiegn
Dann lieg i do, lass de Augn no zua
Und erwart den Tag in aller Ruah
 
Manchmoi wenn i aufwach fühl i mi so geborgn
Schliaß meine Augen und öffne de Ohren
I hör zua wia d Vogal zwitschern und singa
Und ned angstvoll frogn, wos werd der Tog wohl bringa
 
Manchmoi wenn i aufwach drah i mi nomoi um
Überdenk as Gestern ohne weshalb und warum
Hör, wia auf der Strassn as Leben erwacht
Und bin dankbar für a sorglose weitere Nacht
 
Manchmoi wenn i aufwach schaug i neba mi
Und bin so dankbar, denn do siehg i di
Und de Morgensunn beleucht unser Zimmer
Und taucht alles in heimeligen Schimmer
 
Manchmoi wenn i aufwach duat mei Kreuz mir weh
Und dann woaß i, jetz ist Zeit, dass i aufsteh
Weil alls hat sei Zeit, as arbeitn und as Ruhn
Und jetzt iss Zeit um etwas zu tun
 
Manchmoi wenn i aufwach geht’s ma einfach nur guat
Bin i voll Lebensfreude und Lebensmuat
Und wünschat, de ganze Welt tät so empfindn
Dann tätn die Klagen und des Jammern verschwinden.
 
Manchmoi wenn i aufwach bin i no gar ned ganz wach
Und häng den Träumen der Nacht no nach
Doch immer wenn i aufwach und Leben in mir spür
Bin i dankbar für den Tag, an neuen Tag mit dir

 
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 Kleiner brauner Teddybär 

Im Spielzeugladen im Regal
Ganz versteckt und allein
Da sitzt der Teddy schon so lang
und wird noch lang dort sein.

Braun und einfach sitzt er da,
ganz oben, niemand sieht ihn
da sitzt er nun schon fast ein Jahr
und kann das nicht verstehn.

Er träumt, es käm ein Kind daher
Und wünschte sich grad ihn -
und dann jedoch seufzt er ganz schwer,
auch heut wird’s nicht geschehn.

Die Puppen und die Eisenbahnen,
die Autos, und die andern Stofftier,
täglich kamen Menschen, die sie mitnahmen,
nur er, er sitzt immer noch hier!

Und wieder steht dort unten ein Kind,
bekommt ein Geschenk von der Mama.
Der Teddy macht sich groß geschwind
Doch man sieht ihn nicht, dort wo er war.

Verkäufer zeigt manch Püppchen klein,
und Teddys bunt und groß.
Das Kind verzieht sein Mündelein,
schiebt alles beiseite achtlos.

Kein Püppchen wünscht die Kleine sich,
mit großen Kulleraugen.
Auch ein Teddy hat nicht bunt zu sein,
der kann für sie nicht taugen.

Sie sieht sich um und kann nichts finden,
was sie wirklich haben will.
Der Teddy von oben alles sieht,
kann sitzen nicht mehr still.

Ach, könnte er doch rufen laut,
oder springen vom Regal.
Zu ihm das Mädchen nicht raufschaut.
Es sieht ihn gar nicht mal.

Verkäufer, der sucht überall,
sucht oben und kommt fast zu Fall,
sucht sich festzuhalten am Regal
landet am Boden mit dumpfem Knall.

Bälle purzeln durcheinander
zwischen Puppen und Stofftieren.
Zwischendrin erhebt der Verkäufer
Sich auf allen vieren.

Mädchens Mama hilft dem Mann auf die Beine
Das Mädchen schaut vor ihre Füße
Denn dort liegt ein Teddybär, der kleine,
der braune, staubige, ach so Süße!

Genauso muss ein Teddy sein!
Die Kinderaugen strahlen
Mein lieber Teddy, du bist jetzt mein.
Der liebste aus all den Regalen.

Verkäufer große Augen macht,
dass der Bär dort oben gesessen,
da hat er nicht mehr drangedacht,
das hatte er vergessen.

So bekam der Teddy eine Familie
Und wohnt dort schon seit vielen Jahren
Heut spielt er mit des Mädchens Kindern,
hat dort viel Liebe seitdem erfahren.

Das Warten hat sich für ihn gelohnt,
er ist glücklich, dass er in dieser Familie wohnt.

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Wie soll die Welt dich lieben . . . ?

Du siehst dich an im  Spiegel,
streckst die Zunge dir raus.
Ein böser Blick schaut dir entgegen,
löst Gänsehaut in dir aus.
Den Mensch im Spiegel, du magst ihn nicht.
Du empfindest wie eine Maske sein Gesicht.

Der Mensch auf der Straße ist ebenso,
du siehst ihn nicht an, denn er macht dich nicht froh.
Du denkst, dich kann sowieso niemand leiden,
am besten ist’s alle Menschen zu meiden.

Wie soll die Welt dich lieben,
wenn du selbst dich nicht liebst?
Wenn du der Liebe keine Chance mehr gibst?

Das Leben, es hat dir hart mitgespielt.
Es gäbe vieles, was zu verzeihen es gilt.
Dir selbst oder anderen zu verzeihen.
Niemanden willst du in dein Leid einweihen.
Denkst dir, dass es niemanden interessiert,
dass niemanden dein Schicksal berührt.
Hast verschlossen die Tür zur Außenwelt,
sitzt alleine hier, von Dämonen gequält.

Wie soll die Welt dich lieben,
wenn du selbst dich nicht liebst?
Wenn du der Liebe keine Chance mehr gibst?

In deinem Herzen eine kleine Pflanze ist,
die vertrocknet, wenn du sie nicht begießt.
Diese Pflanze, die deinen Namen trägt,
und über die du eine dunkle Wolke gelegt,
damit kein Sonnenstrahl je sie berührt,
erblüht erst, wenn sie DEINE Liebe spürt.

Erst dann wird sie blühen und Freude ausstrahlen
Und dein Leben ganz langsam bunt dir malen.
Schenkst du Liebe dieser Pflanze und dir
Wird die Welt dich auch lieben – bitte glaube mir.

Denn wie soll die Welt dich lieben,
wenn du selbst dich nicht liebst?
Wenn du der Liebe keine Chance mehr gibst?

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ZUM ABSCHIED (Mai 2004)

Lieber Rainer, vor einem Jahr sprach einer das große Wort,
und holte dich einfach aus unsrer Welt fort.
Wir dachten uns, das kann’s nicht sein!
Du lässt uns doch nicht wirklich allein?
Zuerst sah alles tatsächlich so aus,
du warst nicht mehr da, es war so still in eurem Haus.
Bei deiner Family haben wir uns getroffen,
es waren so viele Fragen offen.
Heute, wenn wir von Dir erzählen,
fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen.
Deine Lebensfreude und dein Humor
Begleiten uns, so wie zuvor.
Oft fällt der Satz: "Rainer würde jetzt ..."
Dann wissen wir: du hast dich als Engel zu uns gesetzt.
Wir hoffen, es geht dir gut, dort wo du jetzt bist -
aber komm ab und zu bei uns vorbei – du wirst hier sehr vermisst!

Deine Clique

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Man sieht sich

Ein schwarzer Rahmen auf dem Kuvert
Worte zu finden fiel diesmal so schwer

Was haben wir zusammen gelacht,
was haben wir schöne Musik gemacht!

Gitarrespielen hast du uns gelehrt.
Wir waren gute Schüler, du fühltest dich geehrt.
Die vergangenen Jahre waren für dich sehr schwer
Die Krankheit forderte Tribut immer mehr.

nicht mal mehr Gitarre spielen konntest du zuletzt
das hat mich dann sehr in Schrecken versetzt.

Denn ohne Musik wolltest du niemals leben
Und so hast du dir eine neue Richtung gegeben.
Wir lernten von dir Musik machen und lachen,
doch auch manch andere wichtige Sachen.

Du zeigtest uns, wie man sein Leben beschließt,
bevor man nur noch von Geräten abhängig ist.

Hast alles geregelt mit deinem Kind, deiner Frau
Kostete sicher viel Kraft, diese Lebensschau.
Der Arzt musste dir die Hand drauf geben,
dass er nie künstlich verlängert dein Leben.

Schon Monate vorher wolltest du keinen von uns mehr sehn.
Es fiel uns nicht leicht, dies zu verstehn.
Als du uns dann riefst, war es zum Abschiednehmen
Du warst so verändert – im Hals steckten meine Tränen.


Doch du hast immer noch Witze gemacht,
hast über deine sexy Windeln gelacht.
Mit den Worten „man sieht sich“ gingen wir von dir
Dass wir uns wieder sehen – das wüsche ich
mir. 
   (Juli 2007)
 
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 Vorbei

Manchmal ertappe ich mich dabei
wenn ich schwelge in vergangnen Tagen
Ich seh nur das Gute, will nichts hinterfragen
Wie war sie schön, die gute alte Zeit.

Wie waren meine Kleinen doch einst süß
Vergessen – wie sie zerrten an meinen Nerven

Vorbei – wie oft lockten sie mich aus allen Reserven
Heut erscheint’s mir wie ein Stück Paradies
 

Die schweren Jahre sind auch vorüber
Die von Sorge und Krankheit waren bestimmt
Die Angst, dass Gott mein Kind wieder zu sich nimmt.
Es wurde gesund – wie bin ich froh darüber!

Wie piepsig ihre Stimmchen klangen
Dank Video kann man’s heut noch hören
Die Kinderlieder mich heut noch betören,
die wir einst zusammen sangen

So schwelge ich oft, verfangen in Nostalgie
Derweilen meine Kinder auf eignen Wegen gehen
Fest im Leben, auf eignen Beinen stehen
Vielleicht erleb ich’s noch mal mit deren Kindern

-  irgendwann – man weiß ja nie

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AUF MEINER WOLKE

Der Wind hat’s heut besonders eilig
er bläst, als hätt’ er einen Termin.
Hat keine Zeit kurz zu verweilen,
bläst in den Bäumen her und hin.
 

Am Himmel kleine Wolkenfetzen,
zart-weiß reiten sie über das Land.
Ich würd mich gern jetzt da drauf setzen,
da sähe man doch allerhand.

So sitze ich still und sinniere,
derweil der Wind die Wölkchen treibt,
ich sehe zu und plötzlich spüre
ich, wie mein Traum Geschichte schreibt.

Denn plötzlich spüre ich mich sitzen
Dort oben in ganz luftgen Höhn.
Während die andren Wolken vorüber flitzen
Scheint meine ganz langsam weiter zu ziehn.

So sitz ich nun auf meiner kleinen Wolke,
und lenk nach unten meinen Sinn,
seh meinen Ort, mein Heimatvolke,
mein Häuschen, und auch wo ich grad bin.

Ich seh mich sitzen in meinem Garten,
und zu mir in die Wolken schaun.
Ich schaue, als würde ich auf etwas warten,
„Wird schon kommen“ denk ich voll Vertraun.

So reit ich weiter auf meinem Weißen Schimmel
Lenk weiter nach unten meinen Blick.
Ich seh von hier, so nah dem Himmel
Nicht nur nach unten, sondern auch zurück.

Seh vieles, was schon lang vorüber,
was schön, und was auch schwierig war.
Mit Abstand, und dem Blick von oben,
wird mir im Nachhinein einiges klar.

Seh Szenen aus fernen Kindertagen,
die ich als Kind einst nicht verstand.
Von hier seh ich alles ohne Unbehagen,
ich fühl die weise, führende Hand.

In diese Hand will ich mich weiter geben,
auch wenn ich von der Wolke nun runterspring,
Ich spürte diese Führung mein ganzes Leben
und erkenne den Segen, den ich schon empfing.

Leb wohl, kleine Wolke, war schön mit dir zu fliegen,
tut gut, das Leben von oben zu sehen.
Mit diesen Worten bin ich dann abgestiegen,
um wieder in meinen Alltag zu gehen.

Dort lebt es sich viel leichter nach so einem Flug
Ich mach das bald wieder, hab davon noch nicht genug.
 

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NACHHAUSEWEG

Das Treffen ist aus,
ich geh nach Haus,
an unserm kleinen Bach entlang.
 

feucht-harziger Duft
liegt in der Luft
ich hör des Baches säuselnd Gesang.

Er flüstert mir zu
"spürst du die Ruh,
die mein stetiges Fliessen bringt?"
 

ich bleib ganz kurz stehn,
um seine Bewegung zu sehn,
und spür, wie sein ruhiges Fließen überspringt

seh manch Wasserpirouette,
dazwischen stille Glätte
auf der Oberfläche seinen Weg ziehn.

Des Mondes schmale Sichel,
so dünn, beinah ein Strichel,
ist stellenweise im Wasser zu sehn.

Laternenlicht ganz schwach
schaut mir ganz stille nach,
derweil ich gehe über den schmalen Steg.

der säuselnde Bach
ruft mir noch nach

ich wünsch dir eine gute Ruh.

Lächeln auf meinem Gesicht
"Danke" sage ich,
"auch dir ruhiges Fließen immerzu."

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FRIEDENSTRAUM

Frieden für die Welt,
wer träumt davon wohl nicht.
Wo Frieden und Fairness zählt,
sowie Sonnenschein und Licht.
 

Friede in deiner Familie,
ein Dutzend Menschen nur.
Und doch herrscht oft Grabesstille
Miteinander reden ist ne Mords-Prozedur.
 

Frieden in deinem Herzen,
wer kann das von sich sagen,
Tränen vor Freude, nicht vor Schmerzen,
nimm dich in den Arm, anstatt dich zu beklagen.

Friede erwartet man im Großen,
von Politikern und Militär,
doch die liefern uns nur Possen
unbedacht und spektakulär.

Friede – bei dir selber beginnt er,
Nicht im Irak oder noch weiter dahinter.
Du kannst einen solchen (Menschen) verändern niemals,
du kannst nur dich ändern – allenfalls.
 

Dies Einsehen wenn hätten immer mehr Leute,
wir könnten die Erde nicht retten heute,
jedoch würden sich ändern immer mehr Menschen dann,
Ich glaub, dann wäre Frieden – IRGENDWANN.

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DIE STUFEN ZUM MORGEN

Wir leben jetzt, wir leben heute,
darum genießt es, liebe Leute.
Waren auch schwer vergangene Tage
Blieb auch offen so manche Frage.
Nicht immer müssen wir alle Antworten wissen,
und auch wenn wir manchmal etwas vermissen.
Vielleicht müssen wir gar nicht alles haben, was wir wollen,
vielleicht ist so, dass wir viel mehr vertrauen sollen.

Die Tage von Gestern waren Stufen zum Jetzt.
So manche Stufen scheinen sehr abgewetzt,
immer noch gezeichnet von Ängsten und Nöten.
Andere wiederum wurden kaum betreten.
So führten sie uns zum heutigen Tag,
den einen in Freude, den anderen in Plag.
Lasst gehen die Gedanken an die schweren Zeiten,
und haltet fest jene, die euch Freude bereiten.

Denn eure Gedanken, sie bilden und rufen
die Beschaffenheit der noch vor euch liegenden Stufen.
Tag für Tag geht’s weiter – Schritt für Schritt
Lasst euch nicht nur treiben, geht bewusst mit.
Wie soll das Leben sonst wissen, was ihr erwartet,
wenn ihr nicht selber aktiv durchstartet.
Drehn sich eure Gedanken um Ärger und Sorgen,
meint das Leben, ihr wollt es so, und bringt es euch im Morgen.

Drum nährt eure Freude und lasst sie wachsen,
Macht ruhig mal Unsinn, Späße und Faxen.
Traut euch auch, über euch selber zu lachen
Und damit vielleicht auch anderen Freude zu machen.
Eure Freude öffnet euch die Lebenstüren,
probiert es aus, ihr wertet bald spüren,
dass ihr leichter und unbeschwerter euch werdet fühlen
und ihr könnt auf den weiteren Lebensstufen euer Leben spielen.

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